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Zynische Deutsche Bank


By Ben Harar
Version 1.1, Venice, 23. July 2010

 

Diese Internet-Domain handelt von der Deutschen Bank. Die meisten Artikel sind auf englisch, aber einige habe ich auf deutsch verfasst. Die deutschen Artikel sind nicht einfach eine Übersetzung der englischen Artikel. Das wäre nicht publikumsgerecht.

 

Während das amerikanische und internationale Publikum zum Beispiel am Untreue-Prozess gegen den Boss der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und seine Mitangeklagten noch Interesse haben mag (obwohl er mit Freisprüchen endete), hat das Thema für eine deutsche Leserschaft inzwischen keinen Neuigkeitswert mehr. Das hat man ja vergangenes Jahr hinlänglich im Fernsehen und in den Zeitungen verfolgen können.

 

Besser ist das schon mit dem Umstand, dass der Deutschen Bank vor wenigen Monaten (im August 2004) von der US-amerikanischen Börsenaufsicht eine Strafe von 87.5 Millionen Dollar auferlegt wurde. Eine entsprechende Meldung fand sich zwar auch in deutschen Medien. Sie wurde aber von vielen deutschen Nachrichtenkonsumenten nicht wahrgenommen. Denn für solche Meldungen interessiert man sich gemeinhin nur, wenn man selbst ein Beschwerdeansinnen mit der betroffenen Bank hat.

 

Unglücklicherweise bezieht sich das auch auf mich. Nachdem eine Tochterfirma der Deutschen Bank, Pago, die Konten von PaySystems gesperrt hatte, über die meine Abonnentengebühren, zum Beispiel für www.asiatour.com, abgerechnet wurden, blieben die Zahlungen zunächst aus, und waren dann unvollständig. Erst das hat mich dazu veranlasst, die Geschäftspraktiken der Deutschen Bank zu recherchieren. Leider bin ich dabei zu der Erkenntnis gekommen, dass diese Geschäftspraktiken manchmal nicht so gut sind.

 

Ich bin es persönlich nicht gewöhnt, Zahlungen, die eine Bank oder ein anderwärtiges Geldinstitut nicht an mich weiterleitet (obwohl die Zahlungen in meinem Namen entgegengenommen wurden), einfach als Verlust abzubuchen. Dazu fehlt es mir einerseits an finanziellen Mitteln, und andererseits an Grosszügigkeit gegenüber Banken. Die sind schliesslich reich genug (man schaue sich nur die Managergehälter an).

 

Da ich mit Rechtsmitteln gegen PaySystems, die Deutsche Bank, oder deren Tochterfirma Pago eh den kürzeren ziehen würde, bleibt mir nichts anderes übrig, als meinem Frust mit Artikelschreiben Luft zu machen. Dabei schreibe ich viel lieber über philosophische (www.kreutz-freieradikale.com, www.kreutz-philosophy.com) und sexuelle Themen (www.engineeringlove.com). Andererseits ist das nicht das erste mal, dass mein Ärger über ein Geldinstitut in Artikelschreiben mündet. Eines von mehreren Beispielen ist die Domain www.aboutpaypal.org, die ich allerdings inzwischen verkauft habe, mitsamt den Artikeln.

 

Da ich nicht reich bin, und sich mir deshalb die typischen Probleme der Vermögensverwaltung nicht stellen, konnte ich allerdings von der Deutschen Bank auch nicht in einer Weise (und Grössenordnung) über den Tisch gezogen werden, wie das scheinbar etlichen Investoren in den USA passiert ist.

 

Der Deutschen Bank wurde dort die besagte Strafe von 87,5 Millionen Dollar auferlegt, weil Aktienberater der Bank ihre Kunden dazu angehalten hatten, in einer Weise zu investieren, die der Deutschen Bank hintenrum dienlich war.

 

Die Wirtschaftsredaktion des Spiegel hat das etwas höflicher dargestellt. Die amerikanische Börsenaufsicht habe festgestellt, "dass die Wertpapieranalyse bei Deutsche Bank Securities von Mitte 1999 bis Mitte 2001 unangebracht durch den Bereich Investmentbanking beeinflusst worden sei. Die Analysten seien in Interessenskonflikte geraten, die das Unternehmen nicht angemessen behandelt habe."

 

Das hört sich nicht weiter schlimm an. Aber was ich mir darunter vorstelle ist dies: Ich laufe als wohlhabender Bürger in eine Filiale der Deutschen Bank und bespreche mit einem Kundenberater wie ich denn am besten etwas Geld an der Börse anlege. Für die Beratung und das Brokern kassiert die Bank dann ja immerhin eine Kommission. Aber was mir dann empfohlen wird, ist nicht etwa das, von dem der Kundenberater weiss, dass es die sichersten und gewinnträchtigsten Aktien sind, sondern etwas, das der Investment-Abteilung am Herzen liegt.

 

In den USA wurden der Deutsche Bank wg. unlauterer Geschäftsmethoden also 87,5 Millionen Dollar Strafe aufgebrummt.

 

Aber man muss die Deutsche Bank im weiteren Zusammenhang sehen. Wie der Spiegel Anfang September 2004 berichtete, will die Deutsche Bank zum Beispiel in China eine Milliarde US-Dollar in faulen Krediten anlegen. Das Nachrichtenmagazin zitierte den Sprecher der Deutschen Bank, Roland Weichert, mit der Aussage: ""Wir können die Plansumme von einer Milliarde Dollar nicht bestätigen, wohl aber das Interesse für ein verstärktes Engagement, insbesondere im Bereich notleidende Immobilienkredite."

 

Aus Notleiden Profit zu schlagen, mag zwar rechtlich nicht verboten sein; aber dem guten Image einer Bank ist das sicherlich nicht zuträglich. Das gilt auch für Fälle, in denen Journalisten wie ich ein Opfer von Maneuvern einer Firma werden, die der Deutschen Bank zu 50 Prozent gehört, und die dies stolz auf ihrer Website kundtut.

 

Dabei bin nicht nur ich als deutscher Journalist ein Opfer des Umstands, dass die Verfahrensweisen von Pago, und damit der Deutschen Bank, den PaySystems-Geschäftsbereichs zerschlagen haben, über den meine journalistischen Einkünfte abgerechnet wurden (PaySystems-Kundennummer 140510). Getroffen hat as auch zahlreiche Firmen in Entwicklungsländern, denen PaySystems den Export heimischer Produkte und die Zahlungsabwicklung übers Internet ermöglichte. Sogar eine Firma im von der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe verwüsteten Aceh (Sumatra Pasak Bumi mit der PaySystems-Kundennummer 189020) wurde oder wird offensichtlich ein Opfer der Massnahmen der Deutsche-Bank-Tochter Pago.

 

Diese Firma, Sumatra Pasak Bumi, kauft Waldkräuter von Einheimischen in Aceh und Nord-Sumatra, und vertreibt diese weltweit übers Internet. Die Zahlungen wurden über PaySystems abgewickelt… bis PaySystems diese Möglichkeit von Pago genommen wurde.

 

Für weitere Informationen zum Fall Sumatra Pasak Bumi, sehen Sie bitte: www.tongkatali.org/tsunami-deutschebank.htm

 

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Matthew Beasliey,
1 Stritarjeva Rogaska Slatina,
Rogaska Slatina 3250
Slovenia